_IMG3502-Bearbeitet-2.JPG

Prophylaxe und Parodontologie

Prophylaxe

 

Wir wissen, dass in puncto Zahnprophylaxe und Zahnhygiene alles von unseren Patienten, also Ihnen abhängt. Sie sind unser wichtigster Partner, wenn es um Ihre Zahngesundheit geht! Wir können viel reden – ohne Ihr Zutun kommen wir nicht zum Erfolg. Anstatt erst dann einzugreifen, wenn der Schaden bereits entstanden ist, helfen wir Ihnen dabei, selbst aktiv zu werden, um Schäden vorzubeugen.

Zur Unterstützung bieten wir Ihnen dafür insbesondere folgende Leistungen an:

Professionelle Zahnreinigung (PZR)

Auf der Grundlage ausführlicher zahnärztlicher Befunderhebung werden Ihre Zähne durch dafür besonders qualifiziertes Personal gründlich gereinigt (Zahnstein, Zahnzwischenräume, Zahnfleischtaschen, Fluoridierung). Je regelmäßiger dies geschieht, desto kürzer wird mit der Zeit die Behandlungsdauer.

Beratung zur zahngesunden Ernährung

Zahngesund essen und trinken heißt nicht „Verzicht“ – jedenfalls nicht, wenn Genuss trotzdem die Hauptrolle spielen darf. Wir beraten Sie gern, wie Sie Ihre Ernährungsgewohnheiten ergänzen oder optimieren können.

Alltags- und Zahngesundheitsberatung

Zahnpflege kostet Zeit. Alte Gewohnheiten müssen ggf. überprüft, angepasst werden, damit die Zähne den Stellenwert im Alltag bekommen, den sie verdienen. Wenn es Ihnen ernst ist: Wir beraten und begleiten Sie gern dabei und helfen Ihnen auf die Sprünge.

 

Wir besprechen mit Ihnen, was individuell passt und in Ihrem Fall sinnvoll ist. Und wir sagen Ihnen, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen.

 

Was ist Prophylaxe?

Unter Prophylaxe verstehen wir in der Zahnheilkunde vorbeugende Maßnahmen für die Gesunderhaltung von Zähnen, Kiefern und Zahnfleisch.

Es handelt sich also um eine Vermeidungsstrategie, mit der Sie mit unserer Unterstützung, die Gesundheit von Zahn und Zahnfleisch erhalten beziehungsweise Erkrankungen im und am Gebiss vorbeugen können. Die drei wichtigsten Elemente der Zahnprophylaxe sind regelmäßige Zahnpflege und Mundhygiene, zahngesunde Ernährung sowie regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt.

 

„Vorbeugen ist besser als bohren.“

 

Dieser alte Werbespruch trifft es auch heute: Mit der richtigen Zahnprophylaxe können Sie der Entstehung von Karies und Parodontitis entgegenwirken.

Beide Erkrankungen werden durch natürliche Mundhöhlen-Bakterien hervorgerufen, die sich in Zahnbelägen aufhalten. Einige produzieren Säure aus kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln (vorzugsweise Süßigkeiten, aber auch salzige Snacks sowie gesüßte oder auch sehr saure Getränke). Diese Säuren lösen Mineralien aus der Zahnhartsubstanz heraus. Je häufiger solche Säureattacken auftreten und je länger sie dauern, desto größer die Gefahr, Karies zu bekommen.

Andere Bakterien können eine Entzündungsreaktion am Zahnfleisch hervorrufen, die in eine tiefergreifende Zahnbetterkrankung (Parodontits) übergehen kann.

 

 

Mehr Infos unter:

https://www.dgz-online.de/

https://www.dgpzm.de/

Parodontologie

 

Die Parodontologie beschäftigt sich mit den Erkrankungen des Zahnhalteapparates sowie deren Therapie. Landläufig wird sie auch als Parodontose bezeichnet und  ist besonders bei der Altersgruppe ab 35 zunehmend verbreitet.

 

Genetische Veranlagung und allgemeine Erkrankungen, wie z.B. Diabetes, stellen ebenso wie Rauchen erhöhte Risikofaktoren für die Entstehung und das Fortschreiten einer Parodontitis dar. Gerötetes Zahnfleisch, das leicht blutet, aber auch sichtbarer Zahnbelag sind schon Anzeichen für eine Entzündung und betreffen zunächst nur das Zahnfleisch (Gingivitis). Auch Mundgeruch (Halitosis) kann ein Warnhinweis hierfür sein. Wird die Entzündung nicht behandelt und breitet sich weiter aus, kann sie in eine Parodontitis übergehen. Hierbei kommt es zu einem entzündlich bedingten Abbau des gesamten Zahnhalteapparates, der zum Verlust des Zahnes führen kann.

 

Diagnose und Vorbehandlung

 

Vor Beginn der Behandlung steht die umfassende Ermittlung Ihres individuellen Knochenabbaus, der Zahnlockerung, der Blutung bzw. der Sekretion. Bei Bedarf folgen ein mikrobiologischer Abstrich und, sofern keine aktuellen Aufnahmen vorhanden sind, ein Röntgenstatus Ihrer Zähne.


Falls wir bei Ihnen eine Parodontitis feststellen sollten und Sie noch nicht bei der professionellen Zahnreinigung (siehe Prophylaxe) gewesen sind, wäre jetzt der richtige Zeitpunkt, damit zu beginnen. Die gründliche Entfernung der harten und weichen Beläge auf den Zahnoberflächen sowie eine individuelle, optimierte Mundhygiene-Anleitung für Sie sind die Grundpfeiler einer nachhaltigen und für Sie gewinnbringenden Zahnerhaltung. 

 

Systematische (geschlossene) Behandlung der Parodontitis

 

Die Tiefenreinigung der Wurzeloberflächen findet schmerzfrei unter Lokalanästhesie statt. Wir arbeiten schonend von Hand mit teilweise maschineller Unterstützung. Gegebenenfalls kommt ein Antibiotikum, abgestimmt auf das Ergebnis des mikrobiologischen Abstrichs, zum Einsatz. Es wird eine komplette Desinfektion der Mundflora mit Chlorhexidin zur Entfernung der Bakterien (Full Mouth Desinfection) durchgeführt.

 

Chirurgische Behandlung der Parodontitis

 

In einigen schweren Fällen muss zusätzlich eine minimalinvasive Operation der Zahnfleischtaschen durchgeführt werden. Sei es, weil die Entzündung nicht vollständig ausgeheilt oder der Kieferknochen zu stark abgebaut ist.

 

Erhaltungsphase/ unterstützende Parodontitis-Therapie (UPT)

 

Um das Therapieergebnis zu erhalten, sind regelmäßige, auf Ihre Situation abgestimmte Kontrollen und professionelles Nachreinigen entscheidend. Sofern neue, lokale Entzündungsherde vorliegen sollten, werden diese durch eine antibakterielle Behandlung im Entstehungsstadium therapiert, wodurch wir in Abständen wiederkehrende Entzündungen (Rezidive) langfristig verhindern wollen.

Mehr Infos unter:

https://www.dgparo.de/